top of page

Die Kraft des Betens

  • 30. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Gebete haben Kraft, sie bündeln Gedanken, Gefühle und eine innere Ausrichtung. Gebete aus religiöser Motivation kenne ich, was gibt es sonst noch für ein „Ins Gebet gehen“? Ist das Gebet umso wichtiger geworden, weil die Kraft spürbar ist oder geben wir dem Gebet keine Aufmerksamkeit mehr, tun es ab als "religiös"? Tatsächlich gibt es in Jedem drinnen leise Gebete, welche sich grade den Weg ins Bewusstsein bannen und laute Gebete, welche am liebsten herausgeschrien werden wollen in die Welt.



So lernte ich Beten kennen


Ich kenne Beten aus unterschiedlichen Büchern eher theoretisch, Buddha, Jesus, Messias, Krishna… All die Gelehrten und Geehrten Spirituellen kommen mir in den Sinn. Ganz praktisch kenne ich das Beten aber vor allem aus der Religion, in welcher ich aufgewachsen bin. Früher beteten wir in der jüdischen Grundschule jeden Morgen das Morgengebet, dann das Dankgebet für das Mittagessen und dann nach dem Mittagessen das Mittagsgebet. Am Freitagabend beteten wir in der Familie am Abendessen Tisch für das Leben des jüdischen Volkes, für unsere Religion und dann segneten wir die zwei Kerzen, den Wein und das „Sabbat Brot“. Zum Pessachfest erzählten wir uns betend die Geschichte vom Auszug aus Ägypten. Oft habe ich es einfach mitgemacht und bemerkt, dass es mir nicht sehr nahe kommt und mich nicht sehr berührt. Grade die Tage habe ich mit meiner Familie Mayapur, den Lebensort von vielen Hare Krishna Anhängern besucht. Ihren Gebetssack tragen sie um den Hals und in jeder freien Minute beten sie Krishna und seine allumfassende Schönheit und Güte an. In jeder freien Minute, wow, was für eine Hingabe, oder was für ein Konzept (?)


Heute ist Beten für mich befreit


Heute hat sich die Bedeutung des Betens für mich stark verändert. Ich bete eigene Gebete, nicht mehr nachgesprochene Gebete. Ich meine die Gebete ernst, sie sind mir wichtig. Ich spreche sie, wenn mir danach ist, nicht zu vorgegebenen Zeiten oder in vorgeschriebenen Texten. Erst im jungen Erwachsenenalter habe ich den für mich richtigen Zugang über das Schamanische Beten gefunden, dem Beten aus dem eigenen Herzen. Dabei beten wir immer zuerst für uns selber, dann für unsere Liebsten, dann für den erweiterten Kreis der Nächsten. Zuletzt beten wir für die gesamte Welt miteinbezogen die Elemente, Pflanzen, Tiere und Mineralien und alle Wesen in der Anderswelt und die, die vor uns da waren und nach uns da sein werden. So kriegt das Gebet ein riesiges Ausmass und darf weit wirken. Auch werden die Gebete so offen gesprochen, dass das Wesen oder die Seele selber entscheidet, ob es das Gebet annimmt. Das empfinde ich als sehr wichtig, da ich nicht für andere Menschen und Wesen entscheiden kann und will. 



Bitten nie ohne Danken


Wenn wir im Kreis zusammen sitzen und eine Heilige Pfeife rauchen, dann spricht jede/r ihre/seine Dankbarkeit aus und dann ihre/seine Gebete, beginnend bei sich selber und den Kreis immer grösser denkend. Beten besteht für mich heute sowohl aus danken wie auch aus bitten. Ich danke für mein Leben, mein Dasein, meine Gesundheit, meine Kraft, meinen Partner, meine Kinder etc. Und ich bitte für Schutz, für Unterstützung in bestimmten Belangen. So hält sich das „Nehmen und Geben“ im Gleichgewicht in Form von Danken und Bitten. Das scheint mir sinnvoll. Die Pfeife wird an unsere Herzen gelegt, damit auch die unausgesprochenen Gebete aus dem Herz mit der Pfeife in Kontakt kommen. Dann lade ich alle Wesen dazu ein ihre Gebete mir zu geben, damit ich sie an den Grossen Adler überbringe. Dann bitte ich den Grossen Adler die Gebete dem Grossen Geist zu überbringen und wir bekräftigen die Gebete mit dem Paffen der Heiligen Pfeife.



Beten an der Schwelle zur Neuen Zeit


Ich empfinde in der Zeit, in welcher wir heute leben das Gebet als unglaublich wichtig. Einerseits für die eigene Ausrichtung und den eigenen Fokus. Anderseits scheint mir aktuell neben der Möglichkeit sich aktiv einzubringen im Weltgeschehen eine Möglichkeit ins eigene oder gemeinsame Beten zu gehen. So kann eine Kumulation von Ausrichtungs-Energie Wandel bewirken. Erfahren habe ich das tatsächlich, als wir in einer Gruppe von Menschen eine Heilige Pfeife geraucht haben für einen Prostata-Kranken, nächsten Monat hatte er keine Metastasen mehr an der Prostata. So haben wir auch schon einen Menschen aus dem Koma gebetet mit der Bitte, wenn es sein höchstes Selbst es will, dass er den Weg wieder ins Leben zurück findet.


Achtsamkeit ist wichtig beim Beten. 


Wenn Gebete eine solche Kraft haben, dann ist ein achtsamer Umgang mit dieser Kraft des Betens erforderlich. Achtsam bedeutet auch bedacht, langsam, ernst nehmend und dankbar, dass dieses Instrument „Gebet“ uns Menschen geschenkt wurde. In Indianischen Zusammenhängen wird es immer wieder benannt, dass wir Menschen dieses Geschenk bekommen haben - anders als Pflanzen, welche mit ihrem Nähren Menschen, Tiere und andere Pflanzen nähren, Tiere, die sich herschenken für Nahrung und Mineralien fürs Gebet. So haben die Menschen das Geschenk des Gebets bekommen und das ist ihre Aufgabe im grossen Weltgeschehen. 


Auf diesem Wege lade ich Dich herzlich ein mit mir einmal alle zwei Monate in Thun oder in der Natur eine Heilige Pfeife zu paffen und diesem Geschenk des Gebets nachzugehen. 


Ho. 

 
 
 

Kommentare


Hinter dem Berg das Meer sehen
Im Gegenüber die Seele spüren

Hanna Salzer Systemische Therapie Heilendes Frauenwissen Naturerfahrung

Systemische Therapie Thun Therapeut - Familientherapie Kinder Eltern Therapie Thun - Systemische Familientherapie Thun - Alternativtherapie Frauen Frauenthemen Heilung Retreat - Heilung Schwitzhütte Frauen Thun

Achtsamkeit  Frausein Familie Kurs Workshop Berlin Deutschland Schweiz Österreich Teenager Beziehung Schamanismus Mindful Mothering Parenting Achtsamkeitsübungen Mindfulness Dokumentarfilm Film Mädchen junge Frau Sexualität Verbindung Sinnlichkeit Mbsr Msc Bindung Erziehung Sinnlichkeit 

bottom of page